Firma und Arbeitsplatz
Ein großer Teil meines Praktikums fand an dem Gymnasium „Tamperen klassillinen lukio“ statt. Dort arbeitete ich mit Schülerinnen und
Schülern zusammen, die Deutsch lernten und teilweise ihr Deutsches Sprachdiplom machten.
Meine Aufgabe war es, Präsentationen und Materialien für die Schüler zu erstellen, die ihnen beim Hörverstehen helfen sollten.
Dabei sprach ich zum Beispiel über deutsches Essen, deutsche Geschichte, meine Schule, meine Hobbys oder Möglichkeiten nach dem
Abitur.
Vor allem in der ersten Woche, während der Klausurenphase, waren wir jede Stunde in den Kursen des Deutschen Sprachdiploms.
Wir sollten mit den Schülern Gespräche führen, ihnen Fragen stellen und sie zum Reden motivieren, damit sie für ihre mündliche Prüfung
üben konnten. Außerdem habe ich den Schülern Gedichte und selbst geschriebene Texte vorgelesen. Unsere Materialien dienten zudem
oft als zusätzliches Übungsmaterial für den Unterricht.
Neben der Schule arbeitete ich auch im „R-Kioski“ am Busbahnhof von Tampere.
Dort bekam ich einen Einblick in den Alltag im Einzelhandel.
Meine Aufgaben waren zum Beispiel:- Waren ein- und ausräumen- Mindesthaltbarkeitsdaten kontrollieren- Regale auffüllen- Produkte sortieren- Tische und Stühle reinigen- Sticker entfernen- Müll wegbringen- schwere Kisten tragen- obere Regale auffüllen
Besonders wichtig war es, darauf zu achten, dass Produkte mit kürzerem Haltbarkeitsdatum vorne stehen und die länger haltbaren
Produkte weiter hinten eingeräumt werden.
Eindrücke des Praktikumsortes
Am Anfang war das für mich unglaublich ungewohnt. Viele Schüler waren sehr schüchtern und reagierten kaum.
Manchmal war es unangenehm, weil ich nicht wusste, ob sie mich nicht verstanden oder einfach nur nervös waren. Dadurch musste ich
lernen, selbst dann weiterzusprechen und offen zu bleiben, auch wenn keine direkte Reaktion kam.
Ich habe dort wirklich gelernt, aus meiner Komfortzone herauszugehen.
Besonders wichtig war es dann, langsam und deutlich zu sprechen, weil die Schüler mich sonst nicht verstanden hätten.
Gleichzeitig musste ich lernen, selbstbewusst aufzutreten und Gespräche aktiv am Laufen zu halten ohnr von den Reaktionen meines
Gegenüber eingeschüchtert zu werden.
Jeder Kurs war anders. Manche Gruppen waren offen und interessiert, andere eher zurückhaltend und ruhig.
Dadurch musste ich mich ständig neu anpassen. Genau das war mental manchmal sehr anstrengend und belastend aber gleichzeitig auch
unglaublich lehrreich. Ich habe gelernt, besser auf Menschen einzugehen und Situationen schneller einzuschätzen.
Tampere ist eine besonders ruhige und wunderschöne Stadt, umgeben von vielen Seen und einer unbeschreiblichen Natur.
Besonders am Anfang fiel mir schnell auf, wie sauber, ruhig und entspannt alles dort war. Die Menschen in Finnland wirkten zuerst eher
zurückhaltend und still. Im Vergleich zu Deutschland sprechen viele Menschen dort nicht sofort fremde Personen an und allgemein läuft
vieles ruhiger und entspannter ab.
Mit der Zeit habe ich aber dann gemerkt, dass die Menschen trotz ihrer ruhigen Art sehr freundlich, respektvoll und hilfsbereit sind. Man
musste nur lernen, diese eher stille Art nicht direkt als Desinteresse zu verstehen. Gerade das hat mir gezeigt, dass Menschen ihre
Freundlichkeit auf ganz unterschiedliche Weise zeigen können.
Auch die finnische Kultur war für mich interessant. Dinge wie die Sauna gehören dort ganz selbstverständlich zum Alltag. Außerdem wird in
Finnland sehr viel Wert auf Ruhe, Respekt und Gleichberechtigung gelegt. Die Sprache Finnisch war für mich anfangs komplett ungewohnt
und ehrlich gesagt auch etwas einschüchternd, weil sie sich so stark von Deutsch oder Englisch unterscheidet und die Sprachbarriere
umso ausgeprägter war. Trotzdem fand ich es schön, einige Wörter zu lernen und mit der Zeit immer mehr vom Alltag dort zu verstehen.
Schlussbewertung
Tampere ist eine besonders ruhige und wunderschöne Stadt, umgeben von vielen Seen und einer unbeschreiblichen Natur.
Besonders am Anfang fiel mir schnell auf, wie sauber, ruhig und entspannt alles dort war. Die Menschen in Finnland wirkten zuerst eher
zurückhaltend und still. Im Vergleich zu Deutschland sprechen viele Menschen dort nicht sofort fremde Personen an und allgemein läuft
vieles ruhiger und entspannter ab.
Mit der Zeit habe ich aber dann gemerkt, dass die Menschen trotz ihrer ruhigen Art sehr freundlich, respektvoll und hilfsbereit sind. Man
musste nur lernen, diese eher stille Art nicht direkt als Desinteresse zu verstehen. Gerade das hat mir gezeigt, dass Menschen ihre
Freundlichkeit auf ganz unterschiedliche Weise zeigen können.
Auch die finnische Kultur war für mich interessant. Dinge wie die Sauna gehören dort ganz selbstverständlich zum Alltag. Außerdem wird in
Finnland sehr viel Wert auf Ruhe, Respekt und Gleichberechtigung gelegt. Die Sprache Finnisch war für mich anfangs komplett ungewohnt
und ehrlich gesagt auch etwas einschüchternd, weil sie sich so stark von Deutsch oder Englisch unterscheidet und die Sprachbarriere
umso ausgeprägter war. Trotzdem fand ich es schön, einige Wörter zu lernen und mit der Zeit immer mehr vom Alltag dort zu verstehen.
Sirin Zaouali, 18, Schülerin des Gymnasium Essen Nord-Ost